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Namibia – Landschaften, die San & wilde Tiere

Reisebericht von Lothar Bartesch

Wer einmal in Namibia war, der bereist dieses unglaubliche Land noch mindestens ein weiteres Mal – viele sogar regelmäßig. Die weiten Landschaften, die freundlichen Menschen, die Stille, der unglaubliche südliche Sternenhimmel sowie die vielfältigen Reisemöglichkeiten und Touren-Optionen bergen Suchtpotential – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Schon nach der Landung in Windhoek findet man sich in einer anderen Welt wieder: Der Weg ins Flughafen-Terminal führt über das Rollfeld, die Flügel ankommender Flugzeuge schweben über den  Köpfen von Menschen, die darauf warten, das Terminal betreten zu können. Wer eine Reise mit dem Mietwagen gebucht hat, übernimmt noch am Flughafen sein 4x4-Fahrzeug. Ob am Anfang oder Ende der Reise, eine Nacht in der Hauptstadt des Landes mit einem Sundowner auf der Terrasse des Hotel Heinitzburg und einem Abendessen in Joe's Beerhouse ist der Beginn oder das Ende einer unvergesslichen Reise.

Rundreise, aber wie?

Für geführte Rundreisen – idealerweise in einer Kleingruppe – sind im Minimum 15 Reisetage anzusetzen. Wer eine Mietwagen-Rundreise macht, sollte mindestens 3 Wochen Zeit mitbringen. In diesem Zeitrahmen schafft man es bequem bis zu den Dünen des Sossusvlei im Süden und in den Etosha Nationalpark im Norden. Idealerweise verbringt man je 2 Nächte in vorausgebuchten Unterkünften und wechselt so zwischen Reise- & Aktiv-Tagen. Die Unterkunftsmöglichkeiten reichen von Farmaufenthalten über sehr gute 3- & 4-Sterne-Lodges bis zu Luxus-Resorts, welche in abgelegenen, aussergewöhnlichen Lagen mit der Umgebung verschmelzen. Was aber fast alle gemeinsam haben: Es handelt es sich um kleine Hotel-Anlagen, welche ein individuelles Namibia-Abenteuer ohne Touristenmassen garantieren.

Eine Tour mit den San

Reist man zuerst nach Süden, findet man sich nach ca. 3 Stunden Fahrt in den Weiten der Kalahari-Wüste wieder. In den authentischen Lodges dieser Region ist die lange Anreise von Europa schnell vergessen, die fremde, unwirtliche Umgebung übt eine unglaubliche Faszination auf einen aus. Eine Tour mit den San (indigene Ethnie im südlichen Afrika) darf man sich nicht entgehen lassen, sie macht uns demütig und hinterfragt unser Konsumverhalten.

Fish River Canyon

Wer mindestens 4 Wochen Zeit hat, reist via Keetmanshoop weiter nach Süden zum Fish River Canyon, dem zweitgrössten Canyon der Welt. In dieser Region findet man auch die heissen Quellen von Ai Ais, die Wildpferde von Garub und die Hafenstadt Lüderitz mit der Geisterstadt Kolmanskop. 

Bei Aus liegt eine meiner Lieblingsunterkünfte im Süden, Eagle's Nest. Die zur Gondwana Collection gehörende Lodge ist in eine Felsenlandschaft hineingebaut und bietet eines der speziellsten Uebernachtungserlebnisse in Namibia. Anstatt sein Abendessen im Desert Horse Inn einzunehmen, nimmt man alle Zutaten mit in die Unterkunft und geniesst den ungewöhnlichsten Grillabend seines Lebens. 

Dünen des Sossusvlei

Von Aus geht die Reise wieder nach Norden. Die Landschaften und Dünen des Sossusvlei sind die nächste grosse Sehenswürdigkeit – ausser man will vorher noch ein paar Tage in den Luxus-Resorts Wolwedans oder Little Kulala ausspannen. Wer ein paar Namibia Dollar mehr ausgeben mag, verbringt die erste Nacht in der Sossus Dune Lodge, welche bereits im Nationalpark liegt. Der Vorteil: Man kann bereits vor Sonnenaufgang die (geteerten) 60km zu den Dünen Big Daddy, Big Mama und dem Dead Vlei unter die Räder nehmen – lange bevor das Tor für Uebernachtungsgäste ausserhalb des Nationalparks offnet. Und Big Daddy lässt sich viel angenehmer besteigen, wenn es noch kühl und der Sand noch nicht zertreten ist! 

Swakopmund

Etwa 5 Fahrstunden später ist man in Swakopmund zurück in der Zivilisation. Bleiben Sie 3 Nächte hier, wenn es das „Zeitbudget“ erlaubt und schnuppern Sie «Kolonial-Luft». Die Stadt hat ein gut erhaltenes Zentrum aus der kurzen deutschen Kolonialzeit, bietet deutsche Bier- & Kaffeehaus-Kultur, Shopping-Erlebnisse, einen grossen Markt für Kunsthandwerk, gute Restaurants, einen weitläufigen Stadtstrand und schöne Boutique-Unterkünfte. Nicht verpassen sollte man eine halbtägige Wüstentour, auf welcher man die „Small Five“ der Wüste sucht und viel Wissenswertes über diesen Lebensraum erfährt. Spass und Abenteuer bieten auch Bootstouren bei Walvis Bay oder Quad-Touren in ausgewählten Dünen um Swakopmund.

Auf der Suche nach Wüstenelefanten

Zwischen Swakopmund und dem Etosha Nationalpark passiert man die Erongo Berge mit der Spitzkoppe, Omaruru mit der Kristall Kellerei (mir hat es besonders der feine Grappa aus der Hardap-Region angetan!), das Brandbergmassiv mit dem höchsten Berg des Landes (Königstein) und nicht zuletzt die Felsmalereien von Twyfelfontein. Ein Hoteltipp ist wegen seiner besonderen Landschaft die Vingerklip Lodge. Erreicht man die Grootberg-Region mit der spektakulär gelegenen Grootberg Lodge), lohnt sich auch hier ein längerer Aufenthalt. Hier ist das Zuhause der Wüstenelefanten – natürlich muss man die suchen - und der Besuch eines Himba-Dorfes gehört eigentlich zum „must do“ einer Namibiareise.  

Etosha Nationalpark

Wer nicht nach Norden an die angolanische Grenze mit dem Kunene-Fluss weiterreist, für den heißt die nächste Station Etosha Nationalpark. Die besseren Standard-Unterkünfte befinden sich jeweils ausserhalb der „Gates“, die staatlichen Unterkünfte innerhalb des Nationalparks sind überteuert und lassen qualitativ zu wünschen übrig. Sehr zu empfehlen ist  im Westen die Hobatere Lodge in der Nähe des Galton Gates, im Süden das Etosha Village beim Anderson Gate und im Osten die Mushara Lodge beim Lindquist Gate. Der Etosha Nationalpark ist vor allem in der Trockenzeit von Mai/Juni bis Oktober/November zu empfehlen, weil sich die Tiere aufgrund der Trockenheit an den vielen Wasserlöchern zum Trinken einfinden. Man sollte mindestens zwei ganze Tage für den Nationalpark einplanen.

Nach Etosha hat der Namibia-Reisende zwei Optionen: 1) weiter nach Nordosten in den grünen, tier- und wasserreichen Caprivi-Streifen oder 2) zurück nach Süden Richtung Windhoek. Bei Option 1) sollten weitere 5-10 Tage eingerechnet werden. Bei Option 2) kann man in einem Schwung bis Windhoek zurückfahren und am Abend oder nächsten Tag den Rückflug antreten. Oder besser, mit Aufenthalten in der Waterberg-Region (Empfehlung Waterberg Lodge oder Frans Indongo Lodge) und Okonjima Nature Reserve (mit Africat-Stiftung) noch zwei weitere Highlights einer Namibia-Reise mitnehmen. Auch kann man eine Nacht in einem schönen Guesthouse in Otjiwarongo verbringen und in Okonjima eine Vormittagstour buchen, bevor man seine Reise nach Süden fortsetzt.

Um Enttäuschungen bereits im Vorfeld einer Reise zu vermeiden, sollte die Planung einer Namibiareise mindestens 6 Monate vor Reisebeginn in Angriff genommen werden. Grund sind beschränkte Unterkunftsmöglichkeiten bei vielen touristischen Hotspots. Bezüglich Reisezeit, Anreise, Standard der Unterkünfte, Auswahl an Mietwagen, Touren und Ausflügen und Kombinationen mit anderen Ländern wie Botswana und/oder Südafrika gibt es so viele Möglichkeiten, wie es Reise-Interessierte gibt. Aus diesem Grund ist eine professionelle Beratung und Reiseplanung durch die Spezialisten von Boomerang Reisen unerlässlich für eine reibungslose und unvergessliche Reise. Wir freuen uns auf Sie!

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