Mauritius - Kultur & Geschichte

Kultur & Geschichte in Mauritius

Vielfältig, traditionell & kunterbunt

Ob in der Musik, der Küche oder in der Sprache: Die bewegende Geschichte der Insel Mauritius lässt sich an vielen Traditionen und der Kultur der Bewohner ablesen.

Geschichte

Bereits im 10. Jahrhundert waren die Maskaren (die Inselgruppe, zu der u. a. Mauritius und La Réunion zählen) den arabischen Seefahrern bekannt. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass die ersten Europäer Anfang des 16. Jahrhunderts ihren Fuß auf die Insel setzten. So heuerten Portugiesen eben jene Araber an, um ihnen bei der Erkundung des Seeweges nach Indien behilflich zu sein.

Mauritius war zu dieser Zeit noch unbewohnt und diente erst den Portugiesen und später auch anderen Seefahrernationen als Versorgungsstation, um sich mit Lebensmitteln und Wasser auszustatten. Dabei setzten sie Schweine und Ziegen auf der Insel aus, was sich massiv auf die einheimische Flora und Fauna auswirkte. 

1598 startete dann eine Expedition der Holländer, um die Insel zu kolonisieren. Gezeichnet durch zahlreiche Rückschläge zogen sich die Holländer um das Jahr 1710 von der Insel zurück und hinterließen ein fast vollständig abgeholztes Eiland. Auch die Tierbestände der Insel, wie beispielsweise die der Dodos, wurden ausgerottet oder stark dezimiert. 

Nach einer kurzen Phase, in der Piraten über die Insel herrschten, nahmen die Franzosen Mauritius in Besitz und nannten sie Ile de France. Während der Herrschaft der Franzosen kam es zum Aufschwung: Es wurde Zuckerrohr angebaut und die ersten Raffinerien entstanden. Nach einem Krieg gegen England schwand jedoch der Einfluss Frankreichs und 1810 besetzten die Briten die Insel. 

1814 wurde Mauritius schließlich zu einer britischen Kolonie. Der Zuckerrohranbau gedieh, sodass der Beiname "Zuckerinsel" entstand. Trotz heftiger Gegenwehr der "Zuckerbarone" wurde 1835 auch auf Mauritius die Sklaverei abgeschafft. Um den Bedarf an Arbeitskräften zu decken, holten die Briten indische Plantagenarbeiter, die sogenannten Kulis, auf die Insel. Neben den zahlreichen indischen Arbeitskräften, die unter sklavenartigen Bedingungen arbeiten mussten, kamen auch viele Chinesen nach Mauritius. 

Mit der Eröffnung des Suezkanals 1896 verlor Mauritius als Anlaufhafen für Schiffe der Ostindienkompanie an Bedeutung. Mehrere Katastrophen, wie die Malariaepedemie sowie eine durch Überbevölkerung beschleunigte Nahrungsmittelknappheit, führten dazu, dass ein Teil der Einwohner auswanderte. 

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Insel als Militärstützpunkt genutzt. Im Laufe der nächsten 15 Jahre wurde Mauritius immer mehr Autonomie gewährt, was dazu führte, dass die Insel 1968 ihre Unabhängigkeit feiern konnte.

Kultur

In etwa 250 Jahren hatten die unterschiedlichsten Kulturen wechselnden Einfluss auf die Insel und ihre Bewohner. Durch die Verschmelzung europäischer, afrikanischer und asiatischer Einflüsse entstand eine eigenständige Kultur. So haben zum Beispiel die Sega-Musik und der gleichnamige Tanz ihre Wurzeln in der afrikanischen Kultur, ebenso wie die kreolische Sprache. Beim Tanz und in der Musik ist die Lebensfreude der Insulaner hör- und fühlbar. 

Der kreolische Einfluss ist an vielen weiteren Stellen zu erkennen, ob in der Architektur oder in den Speisen der Insel. Aber auch die indischen Einflüsse sind auf der Insel noch heute sehr präsent. So liegt die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens am Ganga Talao, einem See im Süden der Insel. Dass Vielfalt einer der Aspekte ist, die Mauritius ausmachen, erkennt man auch am friedlichen Nebeneinander der verschiedensten Religionen. 

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