Wie Kenia mein Herz berührte

Es gibt 7 Kontinente mit insgesamt 194 Ländern auf dieser Welt, jedes davon ist einzigartig. Doch es gibt wohl kaum einen Kontinent, über den es so viele Klischees und Vorurteile gibt, wie Afrika. Dort ist es ja total gefährlich, es gibt keine vernünftige Infrastruktur, jeder will nur an mein Geld oder ich werde an Malaria erkranken und sterben – die Liste der Ängste könnte ich noch stundenlang fortführen. Gegenüber diesem Klischee steht bei vielen der Wunsch „einmal im Leben möchte ich eine Safari machen“ – warum tust du es dann nicht? 

Meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent kam eher zufällig zustande. Ich hatte nach einem Roadtrip durch den Westen der USA im Vorjahr den Wunsch, einfach mal ein bisschen zu relaxen. Da ich nicht der typische 14-Tage-All-Inclusive-Nur-Am-Strand-Liegen-Urlauber bin, suchte ich nach einem Ziel, bei dem man Strandurlaub mit ein paar spannenden Aktivitäten verbinden kann. Unser Produktteam brachte mich dann auf die Idee: Warum nicht nach Kenia? Urlaub an einem der weißen Traumstrände des Indischen Ozeans und ein Safari-Ausflug in einen nahegelegenen Nationalpark klang nach einer perfekten Kombination.

Herzlichkeit, die hängen bleibt

Die ersten zwei Tage verbrachte ich also in meinem Strandhotel – Pools, Cocktails, Massagen, es war wirklich entspannend, zumindest zu Beginn. Schnell wurde mir das Relaxen etwas zu öde und ich machte mich auf, um die Gegend auf einem kleinen Strandspaziergang zu erkunden. 

Was mir bei meinem Spaziergang nicht so bewusst war: Die Gezeiten spielen am Bamburi Beach eine große Rolle. Ich bemerkte nicht, dass der Strandabschnitt, auf dem ich mich bewegte, schmaler und schmaler wurde. Bis eine Frau zu mir stürmte und mich fragte, ob ich vorhätte, zum Hotel zurück zu schwimmen. Sie bot mir an, mich durch das Viertel zurück zu meiner Unterkunft zu bringen. Besser als schwimmen, dachte ich mir und nahm ihr Angebot dankend an. Der Rückweg wurde zu einer kleinen Rundführung, da Winnie (wie die Frau hieß) die Gelegenheit nutzte, mir die Shops und ihre Besitzer vorzustellen. Winnie selbst besaß einen kleinen Massagesalon, den ich am nächsten Tag ausprobierte. Am Abend gab es im Viertel eine Geburtstagsparty, zu der ich prompt eingeladen war. Es gab leckeres – mitten auf der Straße auf offenem Feuer – gekochtes Essen, dazu selbstgebrannten Kokoswein. Diesen sollte ich unbedingt probieren, da ich zuvor erzählt hatte, dass meine Familie ein Weingut besitzt und die Einheimischen unbedingt meine Meinung zu Ihrem „Bamburi Wine“ haben wollten. Als ich schließlich im Bett lag, blieb ich noch lange wach liegen, da ich begeistert war, mit wie viel Herzlichkeit man hier begrüßt wird. Aus Fremden wurden binnen weniger Stunden Freunde. 

Auf Safari

Am fünften Tag meiner Reise wurde ich frühmorgens aus meinem Hotel abgeholt. Mit einer kleinen Gruppe machten wir uns auf den Weg in Richtung Tsavo East Nationalpark. Am Gate des Parks wechselten wir in unseren Safari-Jeep – Spannung pur. Ich konnte es kaum erwarten, zum ersten Mal die afrikanische Tierwelt, welche man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, live und in Farbe zu erleben. Schnell begegneten wir Giraffen, Elefanten und Impalas, noch bevor wir überhaupt unsere Koffer abgeladen hatten. Ich war verliebt. 

Auf einer Abendpirschfahrt folgte dann das nächste Highlight. Unser Guide machte ein Rudel Löwen ausfindig, welches gemütlich unter einem Baum im Schatten lag. Diese majestätischen Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können, macht einen sprachlos. 

Auch in dieser Nacht lag ich wach, die Geräuschkulisse rund um das Wasserloch, an dem das Safari Camp lag, war einfach zu aufregend und ich wollte nichts verpassen. Am nächsten Morgen ging es in der Früh wieder auf Pirschfahrt. Auch am zweiten Tag freut man sich über jeden Elefanten und jedes Zebra, das einem über den Weg läuft. Plötzlich hörte ich den Guide „Cheeeeeeeetah!“ brüllen. Tatsächlich – keine 10 Meter vor uns tappte ein Gepard durch die Steppe. Sein Bauch hing fast bis zum Boden, ein eindeutiges Zeichen, dass er wohl zuvor gefrühstückt hatte. Unser Glück, da er sich so recht träge und langsam fortbewegte. 

Eine Safari ist immer Glückssache. Man fährt hier schließlich nicht durch einen Zoo, sondern erlebt die Tiere in freier Wildbahn, weshalb auch jede noch so kleine Sichtung sich wie ein großer Erfolg anfühlt. 

Fazit meiner Reise

Nach dieser Reise musste ich feststellen: Afrika hat mein Herz berührt. Ich konnte nicht einmal sagen, ob es an der Herzlichkeit der Menschen oder an dem Erfolgserlebnis lag, das man auf Safari bei jeder Tiersichtung hatte. Ich wusste nur: Ich komme auf jeden Fall wieder! 

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