Papua Neuguinea - Kultur & Geschichte

Kultur & Geschichte in Papua Neuguinea

Turbulent und traditionsverbunden

Kaum ein Land in der Welt bietet eine solch große kulturelle Vielfalt wie Papua Neuguinea und auch die Geschichte ist höchst interessant und turbulent.

Bereits vor etwa 50.000 Jahren wurde Papua Neuguinea von Südostasien aus besiedelt. Seit 7000 v. Chr. gibt es hier Ackerbau. Im frühen 16. Jahrhundert wurde die Hauptinsel Papuas erstmals von Europäern entdeckt, blieb aber aufgrund der unzugänglichen Flora und vermutlich auch aufgrund der Tatsache, dass es bis in die 1950er-Jahre Kopfjäger und Kannibalismus gab, über viele Jahrhunderte weitestgehend unerforscht.

In den 1880er-Jahren gelangte die Nordosthälfte Neuguineas in deutschen Kolonialbesitz und wurde in Deutsch-Neuguinea umbenannt. Deutschland begann mit der Pflanzung von Palmen, um Kopra zu gewinnen, aus dem das begehrte Palmöl gewonnen wird. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs besetzte Australien Deutsch-Neuguinea. Die Westhälfte von Neuguinea war eine niederländische Kolonie.

Während des Zweiten Weltkriegs besetzte Japan den Ostteil des Landes: Dieser war Schauplatz vieler Kämpfe zwischen den japanischen Truppen und den Alliierten. Zahlreiche Wracks zeugen auch heute noch davon. Nach Beendigung des Krieges wurden die Gebiete unter australische Verwaltung gestellt, der Westteil der Insel blieb in niederländischer Hand und wird seit 1963 von Indonesien verwaltet.

1971 wurde Ost-Neuguinea in Papua Neuguinea umbenannt, 1975 erhielt das Land die Unabhängigkeit unter der britischen Krone.

Interessant in der Geschichte des Landes ist sicherlich, dass auch heute noch Relikte aus deutschen Kolonialzeiten zu finden sind. So entwickelte sich seit dieser Zeit eine einzigartige Kreolsprache, das Unserdeutsch, was heutzutage kurz vor dem Aussterben steht, aber auch im Pidgin-Englisch sind deutschklingende Wörter herauszuhören. Teilweise tragen ältere Menschen deutsche Vornamen und auch einige Berge wie der Mount Wilhelm oder der Ort Finschhafen (nach dem deutschen Ethnologen Finsch), heutzutage ein großer Missionsstandort, zeugen von der Vergangenheit.

Trotz der lebhaften Geschichte und dem missionarischen Bemühen konnten die Bewohner Papua Neuguineas aufgrund der geografischen Gegebenheiten ihre Kultur weitestgehend aufrechterhalten. So gibt es mehr als 800 gesprochene Sprachen und die Rituale und Traditionen einzelner Stämme unterscheiden sich von Tal zu Tal.

Den besten Einblick in die verschiedenen Traditionen und Tänze erhalten Sie beim Besuch eines der großen Kulturfestivals, die mehrmals im Jahr in verschiedenen Regionen des Landes ausgetragen werden und bei denen die verschiedenen Stämme ihre Kostüme, Gesänge und Tänze zur Schau stellen. Aber auch der Besuch von einigen Dörfern während Ihres Aufenthaltes in Papua Neuguinea ermöglicht Ihnen einen authentischen Einblick in die traditionelle Lebensweise der Bewohner.


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