Papua Neuguinea - Regionen

Regionen in Papua Neuguinea

Vom Hochland bis an die Küste

Papua Neuguinea teilt sich in vier Regionen auf und diese nochmals in 20 Provinzen sowie den Hauptstadt-Distrikt.

Die Südliche Region und Hauptstadt Port Moresby

Die Hafenstadt Port Moresby ist die Hauptstadt von Papua Neuguinea. Touristisch hat die Stadt sicherlich nicht die höchste Priorität: Allerdings ist hier meist eine flugplanbedingte Zwischenübernachtung vor oder nach Aufenthalten in den anderen Regionen von Papua Neuguinea notwendig. Diese Zeit kann man mittlerweile auch gut mit Programm füllen!

So lohnt sich zum Beispiel ein Besuch des Port Moresby Nature Parks, in dem Sie einen kleinen Vorgeschmack auf die Flora und Fauna des Landes erhalten. Das stadtnahe Wildlife Sanctuary 14 Mile ist eine Schutzstation für Paradiesvögel und gefährdete Arten. Kulturliebhaber kommen beim Besuch des Nationalmuseums auf ihre Kosten. 

Die Südliche Region besteht aus sechs Provinzen und umfasst die komplette Südküste des Landes mitsamt ihren Inseln in der Korallensee. So bietet ein Aufenthalt in dieser Region eine große Bandbreite des Landes: von paradiesischen Inseln und Traumstränden, wo sich alles um den Wassersport dreht, Naturspektakeln und melanesischer Kultur, die exotischer kaum sein könnten bis hin zu Abenteuern durch die mit Dschungel bewachsenen Berge. 

Ganz im Osten der Provinz bietet die Milne Bay Provinz mit Hunderten von Inselchen und Atollen sowie kristallklarem Wasser ein perfektes Tauch- und Kitesurf-Revier. Die Oro Provinz zählt mittlerweile mit ihren fjordähnlichen Küsteneinschnitten gar zu einem der schönsten Tauchreviere weltweit. Aber auch außerhalb des Wassers bietet die Region die landestypische Vielfalt. So gibt es reichlich Möglichkeiten für Wander- und Naturfreunde, um Vögel und andere Wildtiere, Orchideen oder Höhlen zu betrachten.

Abenteuerlustige können von Port Moresby aus zum berühmten Kokoda Track aufbrechen, ein Wanderweg, der in 5 bis 6 Tagen durch schönen Regenwald und auf einer Höhe von bis zu 2.000 m in Richtung Norden führt. Die Menschen leben hier meist noch in kleinen, traditionellen Dorfgemeinschaften und fischen oder betreiben Ackerbau.

Das Hochland

Das Hochland in Papua Neuguinea besteht aus sieben Provinzen. Die Region umfasst eine Berglandschaft, die sich von Ost nach West erstreckt und bis auf 4.500 m ansteigt. Hier ist die Landschaft noch „wild“ und so zerklüftet, dass nur wenige Täler überhaupt über Pässe und den einen Highlands Highway zu erreichen sind. Mit Ausnahme der wenigen größeren Orte wie Goroka, Mount Hagen, Wabag oder Mendi und winzigen Dörfern, die fernab der Zivilisation existieren, ist die Gegend fast menschenleer. 

Man kann sich kaum vorstellen, dass einige Orte erst in den 1930er-Jahren von der Zivilisation entdeckt wurden und die Ureinwohner bis dahin dachten, sie wären die einzigen Menschen auf Erden. Und auch heute noch kümmern sich viele Ureinwohner kaum um die Errungenschaften der Zivilisation und leben weiterhin nach ihren alten Traditionen. Genau diese zu entdecken, gilt es während eines Urlaubes im Hochland. Denn bedingt durch die geografischen Besonderheiten, also das weitgehend unzugängliche Terrain, haben sich in Papua Neuguinea Kulturen entwickelt, die unterschiedlicher nicht sein könnten – obwohl die Ortschaften oft nur einige Dutzend Kilometer voneinander entfernt liegen.

Mount Hagen ist die Hauptstadt der Provinz Western Highlands und Heimat der Melpa, die erst 1934 von drei australischen Goldsuchern im Wahgi Valley entdeckt wurden. Auch heute noch erscheint das Leben der Melpa kaum verändert. Das Volk zählt weltweit zu den ersten Gemüsebauern und noch immer ist der Anbau von Süßkartoffeln ein Hauptbestandteil der Kultur und zählt neben den Schweinen als Handelsware. 

Die Kultur der Melpa ist eine Art Vorläufer des Kapitalismus und man legt Wert darauf, seinen Wohlstand, seine Ländereien und seine Stellung zu demonstrieren. Dieses materialistische Ansehen wird bei den Melpa höher bewertet als die Bedeutung von Kämpfen und Ritualen. Ganz nebenbei ist die Region um Mount Hagen einer der besten Plätze zur Vogelbeobachtung, insbesondere der Paradiesvögel. Einmal im Jahr ist die Region zudem Schauplatz eines bekannten Kulturfestivals (Ende August), an dem sich Hunderte Stämme aus dem Hochland in ihren traditionellen Bemalungen und Kopfschmuck zu Musik und Tanz treffen.

Die Southern Highlands sind bekannt für die Huli Wigmen, die Perückenmänner. Ledige Huli-Männer bereiten sich auf einzigartige Weise auf das Erwachsenwerden vor: Sie besuchen über einen Zeitraum von 18 Monaten bis zu 3 Jahren eine Schule für „Junggesellen“, wo sie in den biologischen und rituellen Prozessen des Erwachsenwerdens unterrichtet werden. 

Während dieses Zeitraums sind die Heranwachsenden die meiste Zeit von allen Frauen getrennt und dürfen sich diesen nicht körperlich nähern. Eine spezielle Diät und Magie verhelfen zu schnellem und starkem Haarwuchs. Unter der Aufsicht eines Kultexperten wird das Haar immer wieder mit heiligem Wasser bespritzt, bis es lang genug ist, um es mithilfe einer runden Bambuskonstruktion zu einem pilzförmigen Gebilde oder mit einer rechteckigen Konstruktion zu einem matadorähnlichen Hut zu formen. Während der Schule schläft der Huli auf einer Kopfstütze, um das Haar nicht zu verformen. Danach wird die gesamte Frisur nah an der Kopfhaut abgeschnitten und erhält den Feinschliff zu der typischen Perücke.

Die Seen und Wasserfälle sowie die tropischen Wälder bieten beste Voraussetzungen zur Vogelbeobachtung.

In der East Highlands Region mit der Hauptstadt Goroka können Sie aufgrund der Goldfunde und Kaffeeplantagen mehr europäische Einflüsse als im restlichen Land finden. Einwohner in traditioneller Kleidung sind seltener anzutreffen, dafür aber umso mehr Geschichten über Goldsucher, Missionare, Streifenpolizisten und Plantagenbesitzer. Der kleine Außenposten Goroka aus den 1950er-Jahren hat sich zu einer attraktiven Stadt mit guter Infrastruktur entwickelt und bietet moderne Annehmlichkeiten und eine entspannte Atmosphäre. Bekannt ist Goroka heutzutage für die jährlich stattfindende Kulturshow im September, bei der bis zu 40.000 bemalte Krieger zu den Trommeln der Kundu tanzen.

Neben dem Besuch von einem der zwei größten Kulturfestivals des Landes bietet das Hochland vor allem aktiven Urlaubern Platz für Abenteuer. Sei es beim mehrtägigen Wanderausflug auf den höchsten Berg des Landes, den Mount Wilhelm, oder beim Besuch eines der riesigen Höhlensysteme. Aber auch Ornithologen oder Menschen, die gern außergewöhnliche Vögel beobachten, finden hier beste Voraussetzungen. Etwa 700 exotische Vogelarten, darunter 32 der insgesamt 42 bekannten Paradiesvogelarten oder der große Kasuar, sind in der Provinz, insbesondere im Tari Valley, im Lake Kutubu Nationalpark, im Baiyer River Naturschutzgebiet nördlich von Mount Hagen oder im Schwemmgebiet am Bensbach River, beheimatet.

Die Momase Region

Die Region an der Nordküste Papua Neuguineas erstreckt sich über 1.000 km entlang der Küste, von den Städten Vanimo und Wewak über Madang bis Lae. Die tropische Küstenlandschaft besteht aus dichtem, nahezu undurchdringlichem Dschungel und dem längsten Fluss des Landes, dem Sepik River, der sich weit bis ins Landesinnere erstreckt. Hier sind die Hinterlassenschaften der Kolonialzeit und besonders des Zweiten Weltkrieges noch gut zu spüren.

Die Bewohner der ökologisch vielfältigen Sepik-Region sprechen mehr als 250 verschiedene Sprachen und sind durch ein System von Handel und Kulturaustausch miteinander verbunden. Das gesamte Leben in der Region spielt sich rund um den mächtigen Sepik River ab. Die Männer paddeln in ihren Dogout-Kanus mit Waren für den Handel, die Frauen fischen oder pflanzen Sago und die Kinder schwingen an Seilen von den Palmen und schwimmen im Wasser. 

Während des jährlich stattfindenden Crocodile Festivals (Anfang August) begegnet man den Crocodile Men. Heranwachsende erhalten bei einer schmerzhaften Zeremonie Schnitte an Brust, Schultern, Rücken und Hüften, deren Narben anschließend an Krokodilhaut erinnern und die Stärke und Kraft des nun erwachsenen Mannes symbolisieren sollen. Der Fluss gleicht einer Art Kunstgalerie, jedes der Dörfer hat einen einzigartigen Stil und jeder Bewohner ist ein Handwerker. Bei einer Bootstour auf dem Sepik, die meist von Wewak ausgeht, können Sie eine unglaubliche Vielfalt von Vögeln und Schmetterlingen sichten und an Sing-Sings, den Stammesfesten, teilnehmen.

Die Provinz Madang hat eine bewegte Geschichte vorzuweisen. Ehemals deutsche Kolonie geriet sie nach dem Ersten Weltkrieg in australischen und während des Zweiten Weltkrieges zuerst in japanischen, dann in englischen und amerikanischen Besitz. Madang selbst hat dem Besucher einiges zu bieten. Vor der Küste befinden sich einige Inselchen, die man besuchen kann, auf Karkar ist sogar der Vulkan zu besteigen. Die Lagune bei der Stadt bietet ein hervorragendes Schnorchel- und Tauchrevier, mit interessanten Wracks oder auch Planet Rock mit seiner Hammerhai-Population.

Die gesamte Küste der Momase Region, insbesondere rund um Vanimo und zwischen Wewak und Madang, ist das Paradies für Surfer. In der Regenzeit (Oktober bis April) ist die Brandung durch die vorherrschenden Winde besonders gut und das stets warme Wasser ein zusätzliches Plus.

Die Inseln

Die Insel-Region von Papua Neuguinea ist in fünf Provinzen unterteilt: East- und West New Britain, New Ireland, Manaus-Lorengau – alle in der Bismarcksee – sowie das autonome Boungainville, das die größte Insel der Salomoneninselgruppe ist. Gemeinsam haben alle Inseln ein ursprüngliches, bergiges Inselinneres, das kaum bewohnt und immer noch wenig erforscht ist. Allesamt sind wohl auch der Inbegriff eines tropischen Inselparadieses mit tollen Stränden, Lagunen, einer fantastischen Unterwasserwelt und vor allem Ruhe. 

Trotz dieser Gemeinsamkeiten hat jede der Inseln höchst unterschiedliche Kulturen entwickelt. So sind New Ireland und New Britain bis zum Beginn der Kolonialisierung so gut wie gar nicht mit der Außenwelt in Kontakt gekommen. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren die Inseln noch nicht einmal kartographiert worden und bis Mitte des 20. Jahrhunderts lebten dort Stämme als Kopfjäger, die noch nie zuvor einen Weißen zu Gesicht bekommen haben. Mit der Kolonialisierung begann das Zeitalter der Palmölindustrie, die heute zu einer der weltweit größten zählt.

Die Geschichte Rabauls in East New Britain ist von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt. Historiker werden eine Vielzahl an Reliquien aus dem Zweiten Weltkrieg vorfinden und können Tunnel und Kavernen, nur eine kurze Fahrt von Rabaul entfernt, erforschen. Nach dem gewaltigen Vulkanausbruch des Mt Tavurvur im Jahr 1994 wurden die meisten Betriebe nach Kokopo, der heutigen Inselhauptstadt ausgelagert, die am Rande der Blanche Bay liegt. 

Seitdem hat sich die Stadt wirtschaftlich rasant entwickelt, während weite Teile von Rabaul immer noch unter meterhoher Asche liegen. Der Vulkan Mt Tavurvur ist zwar immer noch aktiv, kann aber bestiegen werden. East New Britain ist heutzutage ein Hotspot für Taucher. Mit den vielen Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg, zahlreichen kleinen Inselchen mit Korallenbänken und großen Fischen wie Marlin oder Thunfischen ist es ein Unterwasser-Mekka. In den Lagunen können Sie Kanu fahren, kajaken oder Stand-up-paddeln.

West New Britain zählt mit der Kimbe Bay zu den besten Revieren für Taucher und Schnorchler des Landes. Die durch die Bucht geschützten Korallenriffe bieten einer Vielzahl von Unterwasserlebewesen eine Umgebung. Riffhaie, Barrakudas, Thunfische und Delfine sind regelmäßig zu sichten, mit Glück sogar Hammerhaie, Walhaie oder Orcas. Von Juni bis August ist Paarungszeit der Paradiesvögel auf West New Britain und so können Sie die exotischen Vögel hervorragend beobachten.

In Kavieng auf New Ireland finden Sie eines der wohl schönsten Tauchreviere der Erde mit Riffhaien, Schiffs- und Flugzeugwracks und Riffen. Ebenso finden Surfer die perfekten Voraussetzungen für eine perfekte Welle. Da diese Insel eher flach ist, kann man sie sogar mit dem Rad in mehreren Tagen umrunden. Der Besuch eines traditionellen „Shark Callers“ ist für jeden Kulturinteressierten ein Muss, dieser Brauch wird heutzutage noch in zwei Dörfern an der Westküste praktiziert.

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